Unsere Komponenten für Photovoltaikanlagen
Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen die wichtigsten Komponenten, die wir bei unseren Photovoltaikanlagen einsetzen. Wir erklären, welche Aufgabe jedes Bauteil erfüllt, worauf es bei der Auswahl ankommt und warum wir uns für bestimmte Hersteller und Systeme entschieden haben.
Viele der hier gezeigten Produkte und Hersteller werden bereits seit 2022 von unserer Installationsfirma Böker Photovoltaik GmbH verbaut.
Photovoltaik-Komponenten im Überblick
Zählerschränke
Leitungswege
Erdung
Stromkabel
Photovoltaikmodule
Die Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom aus solarer Strahlungsenergie der Sonne. Aufgrund der hohen Effizienz setzen wir bei unseren Kunden Photovoltaikmodule mit Rückseitenkontaktierung ein. Bei dieser Zelltechnologie befinden sich die elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Solarzelle. Dadurch entstehen auf der Vorderseite keine sichtbaren Leiterbahnen. Das verbessert die nutzbare Zellfläche und sorgt gleichzeitig für eine ruhige, schwarze Moduloptik.
Wir werden häufig gefragt, ob die PV-Module vielleicht bei Hagel kaputt gehen. Qualitätsmodule werden nach festgelegten Prüfstandards auf mechanische Belastung, Wind, Schnee und Hagel geprüft. Entscheidend ist aber nicht nur das Modul selbst, sondern auch die fachgerechte Planung und Montage der gesamten Dachanlage.
Wir verbauen Photovoltaikmodule der beiden Marktführer AIKO und Longi. Beide Hersteller sind sogenannte Tier1 Hersteller.
Die Produktgarantie und Leistungsgarantie beträgt bei beiden Herstellern 30 Jahre.
Optisch unterscheiden sich beide Module so gut wie garnicht. Die Longi Module sind minimal günstiger, die Aiko Module sind minimal besser in der Leistung.
Als Kunde können Sie wählen, welche Module wir installieren sollen.
Longi Ecolife LR7-54HVBB
Doppelglas 470W-485W
Bei den Longi Solarmodulen der Produktserie LR7 handelt es sich um Module mit einer Länge von 1800mm und einer Breite von 1134mm bei 30mm Höhe.
Aktuell verbauen wir diese Module mit einer Leistung von 470-480 Wp pro Modul.
AIKO NEOSTAR 3S+54 NEOSTAR 3S+54
Doppelglas 480W-490W
Bei den AIKO Modulen liegen die Leistungen aktuell bei 480-490 Wp.
Auf der SNEC Messe in Shanghai wurde gerade das 500Wp Modul ausgestellt.
Die Abmessungen sind Länge: 1754mm Breite: 1134mm und Höhe:30mm
Unterkonstruktion für Steildach
Auf Steildächern mit Dachpfannen verbauen wir ausschließlich Unterkonstruktion des deutschen Herstellers SL Rack.
Das Montagesystem zeichnet sich durch eine hervorragende Verarbeitung und zahlreiche Innovationen aus.
Vor allem bei älteren Dächern ohne Unterspannbahn bietet das Unterkonstruktionssystem von SL Rack viele Vorteile.
Das Montagesystem verfügt über bauaufsichtliche Nachweise und Zulassungen. Das ist wichtig für eine nachvollziehbare technische Dokumentation, für die statische Bewertung und für die Beurteilung der fachgerechten Ausführung im Schadensfall.
Das System besteht bis auf die Schrauben aus Aluminium. Das spart Gewicht, rostet nicht und kann problemlos 30 Jahre und länger sicher die PV-Module tragen:
SL 3D Alu K Dachhaken und Dachzieglefräse
Der dreifach verstellbare Dachhaken SL 3D Alu K besteht aus einer Grundkonsole, die auf dem Dachsparren befestigt wird, und einem höhenverstellbaren Haken. Der Haken kann in fünf unterschiedlichen Höhen in die Konsole eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Unterkonstruktion sauber an unterschiedliche Dachaufbauten und Ziegelhöhen anpassen.
An diesen Dachhaken werden später die Modultragschienen befestigt. Auf den Modultragschienen werden anschließend die Photovoltaikmodule montiert.
Der besondere Vorteil dieses Dachhakens:
Bei Druck hebt sich der untere Teil des Dachhakens vom darunterliegenden Dachziegel ab. Dadurch wird das Risiko von Ziegelbruch bei hoher Schneelast, Winddruck oder Montagebelastung deutlich reduziert.
Damit der Dachhaken sauber zwischen den Dachziegeln durchgeführt werden kann, bearbeiten wir die Dachziegel mit der DZF Dachziegelfräse von Röder Maschinenbau. Diese Bearbeitung ist aufwendiger als das einfache Ausklinken mit einem Winkelschleifer, aber deutlich sauberer und schonender für den Dachziegel.
Das ist wichtig, weil beschädigte oder falsch bearbeitete Dachziegel zu Undichtigkeiten führen können. Wasserschäden durch Ziegelbruch oder unsaubere Dachdurchführungen gehören zu den typischen und besonders folgenreichen Fehlerquellen bei Photovoltaikinstallationen auf Steildächern.
Deshalb achten wir nicht nur auf die Tragfähigkeit der Unterkonstruktion, sondern auch auf eine möglichst saubere und dachschonende Ausführung jedes einzelnen Dachhakens.
Rail 40 Modultragschiene
Die Rail 40 Modultragschiene von SL Rack ist für die Montage moderner Photovoltaikmodule mit einer Modulfläche von etwa 2 m² ausgelegt. Die Schiene ist so konstruiert, dass sie eine stabile und passgenaue Verbindung mit den Dachhaken bildet.
Die einzelnen Schienenstücke können mit Innenverbindern durchgehend miteinander verbunden werden. Dadurch entsteht eine saubere, durchgängige Tragebene für die Photovoltaikmodule. Überstehende Schienenenden werden passend abgelängt. Anschließend werden die Schienenenden mit Endkappen verschlossen, um die Optik zu verbessern und Windgeräusche zu reduzieren.
An den Verbindungspunkten zwischen Dachhaken und Modultragschiene kann die Höhe der Schiene angepasst werden. So lassen sich Unebenheiten im Dach ausgleichen, damit die Photovoltaikmodule möglichst exakt auf einer ebenen Fläche liegen. Das verbessert nicht nur die Optik, sondern reduziert auch unnötige Spannungen in Modulrahmen und Unterkonstruktion.
SL Rack Mittel- und Endklemmen
Mit den Mittel- und Endklemmen von SL Rack werden die Photovoltaikmodule sicher auf den Modultragschienen befestigt. Die Endklemmen fixieren die äußeren Module am Rand des Modulfeldes. Die Mittelklemmen sitzen zwischen zwei Modulen und halten beide Modulrahmen gleichzeitig.
Die Klemmen verfügen an den Kontaktflächen über kleine Spitzen, die sich beim Anziehen der Klemme in die eloxierten Aluminiumrahmen der PV-Module eindrücken. Dadurch entsteht eine leitfähige Verbindung zwischen Modulrahmen und Unterkonstruktion. Diese Verbindung ist wichtig, damit die metallischen Teile der Dachanlage zuverlässig in den Potentialausgleich einbezogen werden.
Die Mittelklemmen erzeugen außerdem einen gleichmäßigen Abstand zwischen den einzelnen Photovoltaikmodulen. Dieser Abstand sorgt für ein sauberes Fugenbild und ermöglicht, dass warme Luft unter den Modulen besser entweichen kann.
Kabelclips, Kabelbinder mit Klemme und Schrauben
Mit den Kabelclips von SL Rack befestigen wir MC4-Steckverbinder und PV-Leitungen sauber an den Modultragschienen. Zusätzlich verwenden wir Kabelbinder mit Rahmenklemmen, um die Anschlussleitungen der Photovoltaikmodule sicher zu führen.
So verhindern wir, dass Leitungen oder Steckverbinder unter den Modulen durchhängen, auf den Dachpfannen aufliegen oder durch Bewegung und Witterung mechanisch belastet werden. Eine saubere Leitungsführung ist wichtig, damit die Gleichstromverbindungen dauerhaft geschützt bleiben.
Die Dachhaken befestigen wir mit Edelstahl-Tellerkopfschrauben von Würth. Standardmäßig verwenden wir Schrauben der Größe 8 × 80 mm, sofern der Dachaufbau und die statischen Anforderungen dazu passen.
Vor dem Verschrauben wird grundsätzlich vorgebohrt. Dadurch wird das Risiko von Rissen oder Spaltungen im Dachsparren reduziert und die Schraube kann sauber und kontrolliert gesetzt werden.
PV-Leitungen und Potentialausgleich
Für die Gleichstromleitungen zwischen den Photovoltaikmodulen und dem Wechselrichter verwenden wir PV-Leitungen vom Typ H1Z2Z2-K mit einem Leitungsquerschnitt von in der Regel 6 mm². Diese Leitungen sind speziell für Photovoltaikanlagen entwickelt und für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich, auf Dächern und in Gleichstromkreisen ausgelegt.
H1Z2Z2-K Leitungen verfügen über eine robuste Ader- und Mantelisolierung und sind beständig gegen UV-Strahlung, Witterung und hohe Temperaturbelastungen. Unser Hauptlieferant für PV-Leitungen ist die deutsche Firma HELUKABEL.
Zusätzlich zu den PV-Stringleitungen stellen wir den Potentialausgleich der Dachanlage her. Dafür verwenden wir je nach Ausführung geeignete Erdungs- und Potentialausgleichsleitungen, zum Beispiel NYY-J mit 16 mm² Leitungsquerschnitt, um die einzelnen Modulreihen und die metallische Unterkonstruktion leitend miteinander zu verbinden.
Damit werden berührbare Metallteile der Dachanlage in den Potentialausgleich einbezogen. Das ist ein wichtiger Bestandteil der elektrischen Sicherheit, reduziert Spannungsunterschiede innerhalb der Anlage und sorgt dafür, dass die Unterkonstruktion sauber in das Schutz- und Überspannungskonzept eingebunden wird.
Stäubli MC4 Steckverbinder
Zum Anschluss der PV-Strings an die Plus- und Minusleitungen verwenden wir MC4 Steckverbinder der Schweizer Firma Stäubli. Diese Steckverbinder haben sich seit vielen Jahren als Standard bei Photovoltaikanlagen etabliert und sorgen bei fachgerechter Verarbeitung für eine sichere elektrische Verbindung im Gleichstromkreis.
Besonders wichtig ist dabei nicht nur der Steckverbinder selbst, sondern auch die richtige Verarbeitung. Deshalb verwenden wir für die Montage ausschließlich geeignetes Werkzeug: eine passende Abisolierzange sowie die MC4-Crimp-Systemzange von Knipex.
So stellen wir sicher, dass die Kontakte sauber gecrimpt werden, der Leitungsquerschnitt passt und die Steckverbindung dauerhaft mechanisch fest und elektrisch zuverlässig bleibt.
Hybridwechselrichter und Stromspeicher
Die Kombination von Hybridwechselrichter und Stromspeicher sind das Herzstück der gesamten Photovoltaikanlage. Die Leistungsfähigkeit des Hybridwechselrichts in kW bestimmt, welche Leistung der Wechselrichter aus den Photovoltaikmodulen und dem Stromspeicher für den Stromverbrauch im Haus bereitstellen kann. Wir dimensionieren den Wechselrichter entsprechend der Stromverbräuche im Haus, damit möglichst kein zusätzlicher Netzstrom gebraucht wird.
Solis S6-EH3P20K-H
Die Kombination aus Hybridwechselrichter und Stromspeicher ist das Herzstück der gesamten Photovoltaikanlage. Der Hybridwechselrichter wandelt den Gleichstrom der PV-Module in nutzbaren Wechselstrom für das Gebäude um und steuert gleichzeitig die Verbindung zum Stromspeicher.
Unser Standardwechselrichter für Wohngebäude ist der Solis S6-EH3P20K-H des Herstellers Ginlong Solis. Mit einer dreiphasigen Nennleistung von 20 kW bietet er eine hohe Leistungsreserve für moderne Wohngebäude mit Wärmepumpe, Wallbox und erhöhtem Stromverbrauch.
Durch mehrere MPP-Tracker können unterschiedliche Dachflächen, Ausrichtungen oder Modulfelder technisch sauber getrennt angeschlossen werden. Das ist besonders wichtig, wenn zum Beispiel Ost-, Süd- und Westflächen gemeinsam genutzt werden.
Bei entsprechender technischer Auslegung kann der Wechselrichter außerdem in ein Notstromkonzept eingebunden werden. Über die Kommunikationsschnittstellen lässt er sich mit dem Energiemanagementsystem verbinden, damit PV-Erzeugung, Speicherladung, Hausverbrauch, Wallbox und Wärmepumpe aufeinander abgestimmt werden können.
Der 20 kW Solis Hybridwechselrichter ist bei uns der Standard für viele Wohngebäudeanlagen. Wenn ein Projekt mehr Leistung benötigt, zum Beispiel bei größeren Dachflächen, mehreren Wohneinheiten oder gewerblichen Anwendungen, können wir auch größere Wechselrichterlösungen planen und einsetzen.
40 kW Hochvoltstromspeicher
Ein Stromspeicher speichert den Solarstrom, der von der Photovoltaikanlage erzeugt, aber im Moment der Erzeugung nicht direkt im Gebäude verbraucht wird. Die gespeicherte Energie kann später genutzt werden, zum Beispiel am Abend, in der Nacht, für die Wärmepumpe, für Haushaltsgeräte oder zum Laden eines Elektroautos.
Bei vielen Photovoltaikanlagen werden noch vergleichsweise kleine Batteriespeicher angeboten. Aus unserer Sicht passen diese Speichergrößen oft nicht mehr zum Strombedarf moderner Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser. Wer heute oder in den nächsten Jahren eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder ein Elektroauto einplant, sollte die Speicherkapazität nicht zu knapp auslegen.
Deshalb setzen wir bei unseren Anlagen standardmäßig auf Stromspeicher mit 40 kWh nutzbarer Größenordnung. Diese Speichergröße bietet eine deutlich bessere Grundlage, um selbst erzeugten PV-Strom zeitversetzt im eigenen Gebäude zu nutzen. Tagsüber erzeugter Solarstrom kann gespeichert und später verbraucht werden, wenn die Photovoltaikanlage keinen oder nur wenig Strom erzeugt.
Ein größerer PV-Speicher erhöht nicht automatisch in jedem Gebäude den Eigenverbrauch im gleichen Maß. Entscheidend sind die Größe der Photovoltaikanlage, der tatsächliche Stromverbrauch, das Nutzerverhalten und die vorhandenen oder geplanten Großverbraucher. Bei Gebäuden mit Wärmepumpe, Elektroauto oder hohem Haushaltsstromverbrauch ist ein 40 kWh Stromspeicher jedoch häufig deutlich praxisgerechter als kleinere Standardspeicher.
Zusätzlich kann ein großer Stromspeicher auch im Winter sinnvoll eingesetzt werden. Wenn wenig Solarstrom zur Verfügung steht, kann der Speicher bei entsprechender technischer und tariflicher Auslegung nachts aus dem Netz geladen werden, zum Beispiel in Zeiten mit niedrigen Strompreisen oder niedrigen Netzentgelten. Die gespeicherte Energie steht dann später am Tag für den Haushaltsverbrauch, die Wärmepumpe oder andere Verbraucher zur Verfügung.
So wird der Stromspeicher nicht nur zur Ergänzung der Photovoltaikanlage, sondern zu einem flexiblen Baustein für die Optimierung der Stromkosten. Voraussetzung dafür sind ein passender Stromtarif, die technische Freigabe der eingesetzten Komponenten und eine intelligente Steuerung über das Energiemanagementsystem.
Für größere Wohngebäude, Zweifamilienhäuser, Gebäude mit hohem Stromverbrauch oder mehrere geplante Großverbraucher können wir die Speicherkapazität optional auch größer auslegen. Neben 40 kWh sind je nach Projekt auch Speicherlösungen mit 60 kWh oder 80 kWh möglich.
Im gewerblichen Bereich sind noch größere Speicherlösungen realisierbar. Dort können Speichersysteme bis zu 2 × 215 kWh geplant werden, zum Beispiel zur Reduzierung von Lastspitzen, zur besseren Nutzung großer Photovoltaikanlagen, zur Versorgung von Ladeinfrastruktur oder zur Erhöhung der betrieblichen Energieversorgungssicherheit.
Außerdem schafft ein größerer Batteriespeicher mehr Spielraum für zukünftige Anwendungen. Dazu gehören zum Beispiel eine höhere Eigenversorgung, die Nutzung dynamischer Stromtarife, eine intelligente Speichersteuerung, die zeitversetzte Nutzung von PV-Strom und eine Notstromversorgung bei entsprechender technischer Auslegung.
Das Böker Energiesystem für Wohngebäude in der Praxis
Auf unserer Referenzseite sehen Sie echte Bilder aus bereits realisierten Projekten — von Zählerschrank, Leitungswegen, Speicherinstallation und PV-Montage.
Komplettlösungen aus Stromspeicher und Energiemanagement für Wohngebäude und Gewerbebetriebe
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